Weiterbildung: Schlüsselfaktor für neue Arbeitswelt

3. Januar 2018 Wirtschaft
Der digitale Wandel wird die Arbeitswelt grundlegend verändern. Doch in welche Richtung? Mit ziemlicher Sicherheit lässt sicher sagen, dass klassische Berufsbilder nicht mehr die gleichen sein werden. Weiterbildung wird hier immer mehr zum Schlüsselfaktor, um den Wandel zu meistern.

Weiterbildung wird ernst genommen

Weiterbildung wird künftig ein noch höherer Stellenwert zu Teil, als es bisher der Fall war. Darüber sind sich Wissenschaftler im Bereich Arbeit 4.0 einig. Insgesamt 34 Milliarden Euro, die die deutsche Wirtschaft pro Jahr für Weiterbildungsmaßnahmen ausgibt, geben Grund zur Annahme, dass Arbeitgeber mit den Wissenschaftlern übereinstimmen. Die Hälfte aller Unternehmen bildet Mitarbeiter weiter. Ein guter Start, jedoch noch zu wenig für eine sich immer schneller verändernde Arbeitswelt. Die Weiterbildungsangebote müssen auch auf Ältere und Arbeitnehmer mit geringer Qualifikation ausgeweitet werden. Diese profitieren deutlich weniger von den Angeboten, als jüngere mit hoher Qualifikation.

Weiterbildung auch in der Freizeit

Eine aktuelle Studie des Personaldienstleisters Hays zeigt, dass sich besonders unter Fach- und Führungskräften 62 Prozent der Wissensarbeiter außerhalb der Arbeitszeiten und auf eigene Rechnung weiterbilden. Gerade für hoch qualifizierte Arbeitskräfte hat es Priorität sich auch außerhalb des Unternehmens weiterzubilden, um sich selbst eine bessere Position auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen. Weiterbildung hat mittlerweile einen so hohen Mehrwert, dass die Freizeit genutzt wird.

Um mich persönlich weiterzubilden, lese ich viele Bücher von außergewöhnlichen Unternehmern wie Ray Dalio, Steve Jobs, Elon Musk oder der Nike-Gründer. Außerdem nehme ich in meiner Freizeit an Kongressen und Seminaren teil. Bei uns im Unternehmen machen wir morgendliche Rhetorik-Coachings. Alle Mitarbeiter bekommen eine These von einem anderen zugesteckt. Dann müssen sie dafür argumentieren. An manchen Wochenenden fahren wir gemeinsam zu Schulungen.

Weiterbildung wie auch die Ausbildung sind für Unternehmen Schlüsselfaktoren, wenn es darum geht, in Zukunft den Fachkräftebedarf zu sichern.

Für mich ist es ganz eindeutig, dass für eine ordentliche Weiterbildung sowohl das Unternehmen, wie auch der Mitarbeiter verantwortlich ist. Eigeninitiative ist wichtig für die persönliche Weiterentwicklung.

KMUs profitieren von Weiterbildungsangeboten

Eine aktuelle Umfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung in Köln, die mit Hilfe des IW-Panels durchgeführt wurde, befragte Familienunternehmen zu ihrem Personalmanagement. Bei fast 70 Prozent der befragten Familienunternehmen gehört die Anreizsetzung für Weiterbildung zu den Top fünf der erprobten Personalmaßnahmen im Betrieb. Ein klares Signal, dass die Weiterbildung in eigentümergeführten Unternehmen einen hohen Stellenwert genießt. Im Zeitalter des Fachkräftemangels kein Wunder, schließlich müssen sich Unternehmen im Kampf um die besten Fachkräfte häufig gegen die DAX-Riesen behaupten.

Weiterbildung wie auch die Ausbildung sind für Unternehmen Schlüsselfaktoren, wenn es darum geht, in Zukunft den Fachkräftebedarf zu sichern. Wir Unternehmer haben ein Eigeninteresse daran, auf diesem Gebiet aktiv zu sein. Alles andere wäre fahrlässig und könnte das Ende des Unternehmens bedeuten. Es gibt jedoch weiterhin viel Nachbesserungspotenzial für die Weiterbildung. Neben innerbetrieblicher Weiterbildung sind Unternehmen auf professionelle Kursanbieter angewiesen. Online-Angebote sind ein nützliches und kostengünstiges Tool, das ausgebaut werden sollte. Die Nachfrage ist riesig und sollte bedient werden.

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