Landesbereich: Berlin
 

Abgeordnetenhauswahl 2016

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um die Wirtschaftskompetenz von Schülern zu stärken?

 

SPD

Michael Müller | 51 Jahre | Regierender Bürgermeister von Berlin

Die Vermittlung von Grundlagen der Wirtschaft ist bereits Teil der Rahmenlehrpläne. Es ist aber notwendiger als früher geworden, in der Schule auch Alltagswissen zu vermitteln, z.B. über Verträge und Verschuldung, gerade im Internetzeitalter. Hier hängen Wirtschafts- und Medienkompetenz eng zusammen. Beides werden wir stärken. Und natürlich haben auch die Eltern eine Verantwortung. Die Verbraucherzentralen sind hier ein wichtiger Partner, deren Etat wir deutlich aufgestockt haben. Auch bei der Landeszentrale für politische Bildung spielt das Thema Ökonomie eine wichtige Rolle.

 

CDU

Frank Henkel | 52 Jahre | Innensenator Berlin

Uns ist es wichtig, mit Bildung berufliche und gesellschaftliche Teilhabe sowie ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dazu leistet Wirtschaftskompetenz einen zusätzlichen Beitrag. Unser Ziel ist es daher, den Unternehmergeist in die Schulen zu tragen. Die wirtschaftliche Kompetenz der Schüler wollen wir gezielt stärken, indem wir z.B. die Gründung von Schülerfirmen unterstützen. Zudem wollen die Einführung eines Faches „Wirtschaft“ an den Berliner Schulen prüfen.

 

Die Grünen

Ramona Pop | 38 Jahre | Dipl.-Politologin; Antje Kapek | 39 Jahre; Daniel Wesener | 41 Jahre; Bettina Jarasch | 48 Jahre

Wir wollen Schüler*innen die Voraussetzungen für Unternehmergeist und das dafür notwendige Handwerkszeug frühzeitig mitgeben. Unternehmensbesuche, Patenschaften und spannende Projekte von Schüler*innen bei Unternehmer*innen sind hierbei die beste Möglichkeit, Einblicke in die Praxis zu gewinnen. Wir wollen deshalb die Kooperation von Schulen mit den Kammern bzw. einzelnen Betrieben stärken. Ein zusätzliches Schulfach, welches vorwiegend theoretische Inhalte übermittelt, halten wir auf Grund der Praxisferne und dem bereits gut gefüllten Stundenplan für wenig zielführend.

 

DIE LINKE

Dr. Klaus Lederer | 42 Jahre | Rechtsanwalt

Über das Fach WAT(Wirtschaft-Arbeit-Technik) an Sekundarschulen ist in Berlin ein erster richtiger Schritt gegangen worden, Schülerinnen und Schüler an die Arbeitswelt heranzuführen. Das muss in der Praxis weiter ausgebaut und gerade die Kooperation mit Betrieben verstärkt werden. Insgesamt wollen wir durch den Ausbau von Gemeinschaftsschulen mit gymnasialen Oberstufen allen Schülerinnen und Schülern einen verbesserten Zugang zu praxisnahem und projektorientierten Lernen ermöglichen.

 

FDP

Sebastian Czaja | 33 Jahre | Generalsekretär der Berliner FDP

Wir fordern mehr Unternehmergeist in den Schulen und Hochschulen durch „Entrepreneurship Education“. Akteure wie z.B. das Network for teaching Entrepreneurship wollen wir unterstützen. Neben und in den klassischen Schulfächern soll verstärkt auf bisher vernachlässigte Wirtschafts- und Medienkompetenzen hingearbeitet werden. Wir wollen die Berufsorientierung in den Schulen verbessern und im Fach „Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT)“ Kooperationen mit Unternehmen und Selbstständigen ausbauen, um praxisbezogene Kenntnisse zu vermitteln. Auch die Hochschulen sollen Entrepreneurship-Programme stärker in den Fokus nehmen. Hochschulangehörigen soll es erleichtert werden, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in marktgängige Innovationen umzuwandeln und dafür Unternehmen zu gründen.

 

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