Landesbereich: Berlin
 

Abgeordnetenhauswahl 2016

Wie locken Sie britische Unternehmen nach Berlin, die sich wegen des kommenden Brexits nach einem europäischen Wirtschaftsstandort umsehen?

 

SPD

Michael Müller | 51 Jahre | Regierender Bürgermeister von Berlin

Berlin hat sich in den vergangenen Jahren zu einer bedeutenden Gründermetropole Europas entwickelt. Umso wichtiger ist mir, dass Berlin die weltoffene, vielfältige und tolerante Stadt bleibt, um auch weiterhin attraktiv für internationale Unternehmen und Gründer zu sein. Die Argumente für Berlin liegen auf der Hand: Unsere Stadt bietet nicht nur ein tolles kulturelles Angebot und eine hervorragende Lebensqualität mit vielen Parks und Grünflächen. Wir sorgen für eine gute Vernetzung unserer Hochschulen mit der Wirtschaft und wir bieten Unternehmen Flächen, um zu wachsen. Adlershof haben wir zu einem einzigartigen Technologiestandort entwickelt. Nach Schließung von Tegel werden wir auch hier einen solchen Standort realisieren und eine weitere Schnittstelle von Wirtschaft und Technologie schaffen, auch in Zusammenarbeit mit der Beuth-Hochschule.

 

CDU

Frank Henkel | 52 Jahre | Innensenator Berlin

Die CDU-geführte Wirtschaftsverwaltung hat ein umfassendes Maßnahmenpaket entwickelt, um in Großbritannien aktiv für den Standort Berlin zu werben. Sie schickt Briefe an jene Konzerne in Großbritannien, die potenziell über einen Umzug nachdenken. Ebenso wird gezielt die Start-Up-Szene in London angesprochen. Auch eine Investorenveranstaltung in London ist geplant. Ein Auslandsbüro der Stadt Berlin in London ist ein weiteres Vorhaben. Schon 2015 haben Berliner Start-Ups europaweit das meiste Wagniskapital eingetrieben und damit London überholt. Die Position Berlins als Start-Up Hauptstadt Europas wollen wir auch mit diesen Maßnahmen ausbauen.

 

Die Grünen

Ramona Pop | 38 Jahre | Dipl.-Politologin; Antje Kapek | 39 Jahre; Daniel Wesener | 41 Jahre; Bettina Jarasch | 48 Jahre

Generell wollen wir Berlin als europäischen Wirtschaftsstandort stärken. Ausländische Bildungsabschlüsse sollen schneller geprüft und anerkannt werden. Wir wollen ein „Welcome-Centers“ als zentrale Anlaufstelle etablieren, wo für Neuberliner*innen aus dem Ausland sämtliche Behördenleistungen gebündelt und zielgruppengerecht angeboten werden. Die sprachliche (insbesondere Englisch) und interkulturelle Schulung und Weiterbildung der Verwaltungsmitarbeiter*innen sind Grundvoraussetzung hierfür. Unsere Pläne und Maßnahmen zielen vor allem auf die Verbesserung der Verwaltungsservices und den Abbau von Bürokratie. Damit werden wir auch für Unternehmer*innen aus Großbritannien noch attraktiver.

 

DIE LINKE

Dr. Klaus Lederer | 42 Jahre | Rechtsanwalt

Es stünde Berlin nicht gut zu Gesicht und wäre überdies auch ökonomisch kurzsichtig gedacht, wenn Berlin sich an einem aktiven Abwerbeprozess von Unternehmen aus Großbritannien beteiligte. Berlins Türen stehen mit und ohne Brexit allen Unternehmen offen. Uns ist nicht daran gelegen, die wirtschaftlichen Folgen des Brexit für Großbritannien und seine Partner noch dadurch negativ zu befeuern, dass wir uns als Krisengewinnler profilieren.

 

FDP

Sebastian Czaja | 33 Jahre | Generalsekretär der Berliner FDP

Wir haben selbst in London für den Umzug von Unternehmen nach Berlin geworben.
Wir setzen auf eine gezieltere Standortvermarktung der Metropolregion zur Einwerbung ausländischer Unternehmen, Gründer, Investoren und Talente. Wir wollen dabei auf die herausragenden Branchencluster Berlins fokussieren und Förderung, Infrastrukturangebote, Ausbildung und Netzwerkbildung auf diese ausrichten.
Wir wollen, dass internationale Fachkräfte schneller und unkomplizierter als Mitarbeiter gewonnen und ausländische Abschlüsse unbürokratisch anerkannt werden Wir möchten Englisch als Zweitsprache für jedes Amt einführen.
Wir wollen Online-Gründungen ohne Notar möglich machen und Jungunternehmer ein halbes Jahr von jeglicher Bürokratie befreien. Statt starrer Vorschriften setzen wir auf Experimentierklauseln.

 

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