Digitalisierung

Wir müssen die Digitalisierung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft endlich offensiv angehen und gestalten. Falls uns dies nicht gelingt werden wir schon in einigen wenigen Jahren feststellen müssen, dass unsere Wettbewerbsfähigkeit massiv gelitten hat. Damit dies nicht passiert, müssen die Rahmenbedingungen in Deutschland an die digitale Gesellschaft angepasst werden. Wir brauchen eine digitalisierte Verwaltung, Gigabitnetze, einen Neustart in der Bildungspolitik und digitalkompatible Gesetze.

 

Digitalsierung

DIE JUNGEN UNTERNEHMEN setzen sich für eine digitalisierte Verwaltung, Gigabitnetze, einen Neustart in der Bildungspolitik und digitalkompatible Gesetze ein.

 
Verwaltungsmodernisierung

Eine digitalisierte Wirtschaft braucht eine digitalisierte Verwaltung. Sonst treffen digitale Prozesse auf die gelebte Verwaltungspraxis von Papierakten, persönlichem Erscheinen und postalischer Kommunikation. Dabei geht es nicht nur um den Einsatz neuer Technik, sondern vor allem um einen Kulturwandel: Die digitalisierte Verwaltung muss kundenorientierter und agiler werden. Der Normenkontrollrat hat zudem ermittelt, dass hier auch ein großes Einsparpotential von rund 30 Prozent der Verwaltungskosten liegt.

 
 
Breitbandausbau

Wir müssen unsere Anstrengungen zum Breitbandausbau verstärken und uns auf den Glasfaserausbau fokussieren. Um die öffentlichen Kosten für die Deckung von Wirtschaftlichkeitslücken beim Netzausbau zu finanzieren, schlagen wir einen Verkauf der Telekom-Aktien im Bundesbesitz vor. Dies würde rund 10 bis 20 Milliarden Euro einbringen und den Netzausbau entscheidend voranbringen.

 

 
Digitalisierung Bildungswesen

Die Inhalte und Methoden an Schulen und Hochschulen müssen dringend an die digitale Welt angepasst werden. So sollten zum Beispiel alle Schüler informationstechnische Grundlagen lernen, auch sollte Informatik als Wahlpflichtfach an allen weiterführenden Schulen angeboten werden. Vor allem aber müssen die Methoden angepasst werden und wir müssen unsere Lehrkräfte weiterbilden.

 
 
Arbeit 4.0

Chancen nutzen!

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt nachhaltig. Die stärkere Kooperation von Mensch und Maschine, das orts- und zeitunabhängige Arbeiten sowie das Entstehen neuer Berufsbilder und Tätigkeiten stellen ganz neue Herausforderungen an die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik. Dabei gilt es, die Chancen, die sich durch die Digitalisierung bieten, zu nutzen. Durch Arbeit 4.0 können beispielsweise Familie und Beruf besser miteinander vereinbart werden. Ältere Mitarbeiter bleiben leistungsfähiger, weil körperlich schwere Tätigkeiten künftig verstärkt maschinell ausgeführt werden. Arbeitszeiten können individuell nach den Wünschen der Arbeitnehmer und den Bedürfnissen der Arbeitgeber ausgestaltet werden. Dafür braucht es flexible gesetzliche Rahmenbedingungen. Nicht zuletzt ein Update für ein Arbeitsrecht 4.0.

 

 

Kurzpapier

Bürokratiearme Unternehmensgründungen

CDU/CSU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass sie „im ersten Jahr der Gründung die Bürokratiebelastung auf ein Mindestmaß reduzieren“ wollen. Um diese Idee mit Leben zu füllen, haben DIE JUNGEN UNTERNEHMER gemeinsam mit der MIT zehn Vorschläge erarbeitet, wie die Bürokratie für Unternehmensgründungen reduziert werden kann. Hierzu zählen bessere Bedingungen für eine verbindliche Auskunft zum Steuerrecht, eine modernisiertes Arbeitszeitgesetz sowie die Rücknahme der Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge.

 

Positionspapier

Kurzposition Cybersicherheit

Die Wahrung der Sicherheit im Netz ist eine große Herausforderung für Staat und Unternehmen. Sicherheit als Kernaufgabe staatlicher Verantwortung erfordert seitens der Politik entschlossene Handlungen. So brauchen wir dringend eine bessere Ausbildung und Ausstattung der Polizei.

 

Positionspapier

Wirtschaftspolitik in der Digitalen Gesellschaft

Wir sind in Deutschland in Sachen Digitalisierung zwar spät dran. Aber es ist noch nicht zu spät. Wir müssen diese große Chance und Herausforderung nur endlich aktiv annehmen. Leider hat die Politik bislang immer noch ein Umsetzungsproblem. Umso mehr müssen wir Unternehmer jetzt dafür kämpfen, die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass sie eine sinnvolle Digitalisierung unserer Prozesse und Geschäftsmodelle nicht behindern. Hier bleibt noch viel zu tun: Der Breitbandausbau muss beschleunigt werden. Die Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung ist längst überfällig. Und unser Bildungssystem muss dringend an die neue Welt angepasst werden, z. B. mit der flächendeckenden Einführung eines Wahlpflichtfachs Informatik

 

Stellungnahme

Zum Grünbuch digitale Plattformen des BMWi

DIE JUNGEN UNTERNEHMER begrüßen es, dass sich das Bundeswirtschaftsministerium mit der wirtschaftlichen Bedeutung von digitalen Plattformen beschäftigt und zu seinen Überlegungen einen offenen Grünbuch-Prozess gestartet hat. Wir halten es für äußerst wichtig, dass Deutschland die große Chance und Herausforderung der Digitalisierung endlich aktiv angeht. Wir dürfen keineswegs den Fehler begehen, nur die Risiken in der Entwicklung zu sehen – sonst werden wir in einigen Jahren feststellen, dass wir von anderen Ländern bei der Digitalisierung überholt wurden. Essentiell ist es deswegen aus Sicht der jungen Unternehmer den Rechtsrahmen an die neuen technischen Möglichkeiten anzupassen, dass er weiterhin die ursprünglichen Ziele erfüllt. Der Schutz bestehender Geschäftsmodelle gegen technische Entwicklungen sollte dagegen kein Leitmotiv der Regulierung werden.

 

Positionspapier

Verbesserung der Rahmenbedingungen nötig

Die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland ist in den letzten zehn Jahre stark gesunken. Ein insgesamt erschreckendes Signal, auch wenn die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sicher einen Teil des Rückgangs erklärt. Denn wir brauchen in Deutschland Unternehmensgründer, die jetzt die Basis für die erfolgreichen Familienunternehmen der nächsten Generation legen. Wir brauchen Gründer, die mit ihren Ideen und ihrer Tatkraft Innovation zur Marktreife bringen, Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen. Damit dies möglich wird, muss die Politik die Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen in Deutschland verbessern. Ansatzpunkte hierfür finden sich im Positionspapier Unternehmensgründungen – vom Bürokratieabbau bis zu Änderungen im Steuerrecht. Es bleibt viel zu tun.

 

Stellungnahme

Zum Entwurf eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (9. GWB-ÄndG)

DIE FAMILIENUNTERNEHMER teilen den Standpunkt der Bundesregierung, dass vor allem eine Anpassung des GWB an die veränderten Verhältnisse und Herausforderungen in einer sich weiter digitalisierenden Wirtschaft geboten ist.

 

14.11.2018

DIE JUNGEN UNTERNEHMER begrüßen „Strategie Künstliche Intelligenz“

Sarna Röser: KI-Milliarden bringen Forschung voran

Die Bundesregierung bespricht aktuell die „Strategie Künstliche Intelligenz“ im Rahmen einer zweitägigen Kabinettsklausur. Dazu gehören Investitionen von drei Milliarden Euro in die Verbesserung der Forschung bis 2025. Die Bundesvorsitzende von DIE JUNGEN UNTERNEHMER Sarna Röser dazu: „KI ist ein Kernelement der digitalen Transformation und hat enormes Anwendungspotential. Wer Algorithmen entwickelt, bestimmt die Spielregeln der Zukunft. Deutschland muss als Technologieland unbedingt dabei sein.“

Thema der Woche

Arbeit statt Chillen

 

Nach der langen Regierungsfindung geht es für die Parlamentarier nun in die Sommerpause. Vom 6.7. bis 9.9 haben sie sitzungsfreie Zeit – solange haben noch nicht mal unsere Lehrer Ferien! Wir finden, dass die Parlamentarier die Zeit des Stillstands während der Regierungsbildung nacharbeiten sollten. Die Welt um uns rum bleibt nicht stehen. Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit gerät immer stärker unter Druck: Andere Länder verbessern die Bedingungen für ihre Unternehmen, während die Bundesregierung die Zukunftsthemen vernachlässigt, die jetzt für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit wichtig wären. Der Breitbandausbau stockt, ein Einwanderungsgesetz für Fachkräfte ist nicht zu sehen und Steuerentlastungen für Unternehmen soll es ausdrücklich nicht geben. Es ist keine Zeit, eine Pause einzulegen.

 

 

Einige von uns

Hubertus Porschen

App-Arena GmbH , Köln

„Die Digitalisierung birgt eine Riesenchance für unsere Gesellschaft. Die müssen wir jetzt nutzen, statt immer nur die Risiken in den Mittelpunkt zu stellen.“
 

Umfrage

Unternehmensgründungen

Eine Umfrage unter Unternehmensgründern zeigt deutlich, wie viel in Deutschland noch zu tun ist: So geben mehr als 67 Prozent aller Befragten an, pro Woche mindestens 5 bis 15 Stunden mit aufwendigen bürokratischen Pflichtaufgaben zu verbringen. Bei elf Prozent sind es sogar mehr als 15 Wochenstunden. Damit fehlt den Gründern zu viel Zeit für produktive Arbeit. Weiterhin erschreckend: Das Gesellschaftliche Klima bewerten die über 130 befragten Gründer nur als befriedigend (Schulnote 2,8).

 
 
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