Generationengerechtigkeit

Generationengerechtigkeit

Eine Politik auf Pump stellt eine Bürde für die Wirtschaft und für die kommenden Generationen dar. Wir, DIE JUNGEN UNTERNEHMER, setzen uns daher für eine dauerhafte Sanierung der öffentlichen Haushalte ein: Die schwarze Null muss zur Regel werden und wir müssen endlich anfangen, Altschulden zu tilgen. Generationengerechtigkeit bedeutet zudem, dass die demographischen Lasten der Sozialversicherungssysteme von allen Altersgruppen getragen werden – und nicht nur von den heute jungen Menschen.

 

Positionen

Junge Rentenkommission gegründet

Am 4. Juni 2018 fand die konstituierende Sitzung der jungen Rentenkommission statt. Da die Rentenkommission der Bundesregierung die junge Generation ignoriert und kein Mitglied unter 40 Jahren in ihre Reihen berufen hat, müssen wir jetzt selbst aktiv werden. Ziel der jungen Rentenkommission ist die Erarbeitung eines tragfähigen Rentenkonzeptes, das generationengerecht ist und die kommenden demographischen Lasten fair zwischen den Generationen verteilt.

 

Forderungen

Generationengerechtigkeit in der Rentenpolitik

Forderungen von DIE JUNGEN UNTERNEHMER

Unsere Gesellschaft schrumpft und wird immer älter. So kommt das Rentensystem mächtig unter Druck: Heute wird ein Rentner von fast drei Beitragszahlern finanziert, in nicht einmal zwei Generationen wird es fast nur noch einer sein. Die Folge: Mehr Rentenempfänger – bei gleichzeitig weniger Beitragszahlern.

Deswegen kritisieren wir das Rentenpaket der Bundesregierung, das bis 2030 insgesamt bis zu 233 Milliarden Euro kosten wird. Besonders schlimm ist die Signalwirkung der Rente mit 63. Denn in einer älter werdenden Gesellschaft müssten eigentlich alle Menschen länger arbeiten, statt früher in Rente zu gehen. Die Kosten für diese verfehlte Politik werden einseitig uns, der jungen Generation, aufgelastet. Und das zusätzlich zu den über zwei Billionen Euro Staatsschulden, die wir junge Menschen schultern müssen.

Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, für mehr Generationengerechtigkeit zu sorgen. Solidarität zwischen den Generationen darf keine Einbahnstraße zugunsten der heute Älteren sein.

 

Generationengerechtigkeit

Generationengerechtigkeit muss ins Grundgesetz

In den kommenden Jahrzehnten wird die Bevölkerung in Deutschland drastisch schrumpfen und deutlich altern. Weniger junge Schultern werden mehr finanzielle Transfers an die älteren Generationen zu schultern haben. So viel mehr, dass die Chancen der Jüngeren von Beginn beeinträchtigt sein werden. Dies gilt umso mehr, da die Älteren auch die Mehrzahl der Wähler stellen werden. Wir fordern deswegen, dem Leitbild der „Generationengerechtigkeit“ dadurch Verfassungsrang verleihen zu lassen, dass sie zu einem Staatsziel erhoben wird.

 

Rente

Pensionen - Renten

Die Bevorteilung der Pensionäre gegenüber den Rentnern

Schluss mit der Zweiklassengesellschaft im Alter! Das unterschiedliche Versorgungsniveau von Renten und Pensionen ist enorm. Bund und Länder müssen endlich ausreichend Rücklagen bilden. Wie bei den Renten muss sich auch die Höhe der Pensionen künftig nach dem Durchschnittseinkommen richten. Bei Neueinstellungen in Berufszweigen wie dem Lehrer ist künftig vom Beamtenstatus abzusehen. Nur so bekommen wir die Kosten in den Griff.

 

Kurzpapier

Die junge Generation wird untergebuttert

Schon heute ist die Mehrheit aller Wahlberechtigten über 50 Jahre alt. Da immer weniger Kinder geboren werden, rücken auch nur wenige Erstwähler nach, während zugleich die großen Alterskohorten der heute 50- bis 60-jährigen im Durchschnitt noch 30 Jahre weiter Einfluss auf die Politik nehmen werden. Rein zahlenmäßig nehmen die älteren Wähler so kräftig zu, dass sich das gesellschaftliche und politische Klima in unserem Land dramatisch schnell Richtung Gerontokratie verschieben wird. Stoppen lässt sich diese Rutschbahn nur, wenn das politische Gewicht der jüngeren Bürger gestärkt wird. Hierzu zeigen die jungen Unternehmer drei Handlungsoptionen auf.

 

Rente

Entgegen jeglicher Vernunft!

Als Politik gegen die junge Generation könnte man das umschreiben, was die schwarz-rote Bundesregierung im ersten Viertel ihrer Amtszeit im Bereich der Rente abgeliefert hat. „Rente 63“ und „Mütterrente“ als wesentliche Bestandteile des „Rentenpakets“ sind ein Rückfall in alte Zeiten, als das Geld der Sozialversicherungen mit vollen Händen ausgegeben wurde. Nur sind die Zeiten heute andere. Sie sind maßgeblich geprägt von den demografischen Herausforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft. Die dauerhafte Finanzierung der rentenpolitischen Maßnahmen von Union und SPD obliegt demzufolge auch in erster Linie der schrumpfenden jungen Generation. Sie stellt eine zusätzliche Belastung der Jungen für die Zukunft dar.

 
Lebensleistungsrente

Auch bei der Lebensleistungsrente will man vermeintliche Ungerechtigkeiten beseitigen, schafft aber gänzlich neue. Unter dem Motto: Wer gearbeitet hat soll mehr Rente bekommen als jene, die nicht gearbeitet haben und die Grundsicherung im Alter bekommen. Dafür wird die Rente derer, die gearbeitet haben, aufgestockt, wenn sie sich auf einem niedrigen Niveau befindet. Neue Ungerechtigkeiten werden aber geschaffen, weil diejenigen, die in den Genuss der Lebensleistungsrente kommen, jenen gleichgestellt werden, die zwar während ihres Erwerbslebens mehr Rentenentgeltpunkte angesammelt haben, es dennoch nur auf das Niveau der Lebensleistungsrente schaffen. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht!

 
 
 

Positionspapier

Digitalisierung – auch eine Frage der Generationengerechtigkeit

Für uns gehört zur Wahrung der Generationengerechtigkeit gerade auch die Bewältigung der Digitalisierung. Denn nur wenn wir hier offensiv unsere Chancen nutzen, wird die nächste Generation einen politischen und ökonomischen Handlungsspielraum haben. Leider sind wir in Deutschland schon spät dran mit der Bewältigung der Digitalisierung. Wir dürfen keine weitere Zeit verlieren! DIE JUNGEN UNTERNEHMER fordern deswegen, die Mittel für den Breitbandausbau nur in Glasfaser zu stecken – nur das hat Zukunft. Wir brauchen gleichzeitig ein modernisiertes Arbeitsrecht, dass an die neue flexible Welt angepasst ist. Und wir müssen in Deutschland dringend ein Wahlpflichtfach Informatik einführen – wenn Schüler Programmieren lernen wollen, sollte das auch möglich sein.

 

Positionspapier Haushaltspolitik

Eine Zeitwende in der Haushaltspolitik?

Die Staatsverschuldung in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen. Dies schien fast ein Naturgesetz zu sein. Den Verzicht auf die Aufnahme neuer Schulden im Bundeshaushalt 2015 begrüßen wir jungen Unternehmer deshalb ausdrücklich im Namen der Generationengerechtigkeit. Dass die schwarze Null jetzt sogar schon im Ist 2014 erreicht wurde, ist natürlich umso besser. Gerade jetzt dürfen wir jedoch den Konsolidierungskurs nicht verlassen. Der Schuldenstand in Deutschland ist immer noch besorgniserregend hoch.

 

Hallo Frau Nahles!

Mit der jungen Generation hat Frau Nahles nicht gerechnet - im wahrsten Sinne des Wortes: Die Rente mit 63 bürdet künftigen Generationen eine milliardenschwere Last auf, zusätzlich zu den hohen Staatsschulden, die unsere Kinder und Enkelkinder bereits zu schultern haben. So kann es nicht weitergehen. Die Lasten unserer Sozialsysteme müssen für alle Generationen fair verteilt werden. DIE JUNGEN UNTERNEHMER fordern daher einen Gipfel für die junge Generation.

Aktionen

Protest-Aktion gegen die Rente mit 63!

Anlässlich der ersten Lesung über das Gesetz zur Rente mit 63 im Bundestag haben die Mitglieder von DIE JUNGEN UNTERNEHMER vor dem Arbeitsministerium in Berlin gemeinsam mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gegen das Rentenpaket protestiert.

 

07.11.2018

DIE JUNGEN UNTERNEHMER: Rentenerhöhung mit Soli-Abschaffung koppeln

Sarna Röser: Junge Arbeitnehmer brauchen mehr Netto vom Brutto, um später abgesichert zu sein.

In dieser Woche wird das „Rentenpaket II“ im Bundestag abschließend beraten. „Mit dem Gesetzentwurf offenbart die Bundesregierung ihren fehlenden Weitblick: sie belastet kommende Generationen mit Milliarden-Mehrausgaben und spielt Jung und Alt gegeneinander aus. Das Rentenpaket II setzt die fahrlässige Rentenpolitik der Großen Koalition fort, denn die enormen Rentenausgaben sind eine versteckte Verschuldung, die die Regierung uns heute jungen aufdrückt“ , kritisiert Sarna Röser vom Wirtschaftsverband DIE JUNGEN UNTERNEHMER das Rentenpaket. „Junge Arbeitnehmer können sich kein Eigenheim mehr leisten, weil zu wenig Netto vom Brutto übrig bleibt. Es ist schon von einer verlorenen Generation auf dem Immobilienmarkt die Rede, die außen vor ist, solange sie nicht in den Genuss einer Erbschaft kommt. Mit der Abschaffung des Solis würde der Spielraum für die finanzielle Absicherung größer – gerade für junge Menschen, die noch lange arbeiten“, so Röser weiter.

Thema der Woche

Digitalsteuer ist keine eierlegende Wollmilchsau

 

Frankreich, Österreich, die EU-Kommission und viele Sozialdemokraten haben ein neues Lieblingsprojekt: die sogenannte „Digitalsteuer“. Mit ihr sollen die US-amerikanischen Internetriesen vom hiesigen Fiskus zur Kasse gebeten werden. Ob das gelingt, ist fragwürdig. Zum einen gibt es innerhalb der EU unter den Nordstaaten diverse Skeptiker der Digitalsteuer. Zum anderen ist die Idee brandgefährlich, denn so eine Steuer würde auf der zweiten Stufe über eine virtuelle Betriebsstätte abgeführt werden. Und das würde auch für hiesige Unternehmen gelten, die viel exportieren. Für den deutschen Fiskus bedeutet das unter dem Strich einen immensen Verlust an Steuergeldern. Das hat der Bundesfinanzminister zum Glück auch so erkannt.

 

 

Einige von uns

Simone Günnel

Günnel Bau GmbH & Co. KG, Berlin

„Es dürfen nicht immer mehr Lasten in die Zukunft verschoben werden – sei es über Schulden, verfallende Infrastruktur oder Pensionslasten. Generationengerechtigkeit ist keine Einbahnstraße, sondern muss auch für die heute jungen Menschen gelten.“
 

Fakten zum demografischen Wandel:

  • Wir werden gleichzeitig älter und weniger. Das ist der Hintergrund, vor dem alle rentenpolitischen Beschlüsse betrachtet werden müssen.
  • Die gesamte Bevölkerung wird nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bis 2060 auf 65 bis 70 Millionen Menschen zurückgehen.
  • Damit einher geht ein deutlicher Anstieg des durchschnittlichen Alters der Bevölkerung: 2060 werden die 65-Jährigen und Älteren rund 34 Prozent der Bevölkerung ausmachen.
  • Laut OECD werden schon 2050 auf einen Rentner nur noch 1,5 Beitragszahler kommen. In 2012 kamen in Deutschland noch 2,9 Beitragszahler auf einen Rentner.
 

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