Rente
 

Junge Rentenkommission

Junge Rentenkommission gegründet

Am 4. Juni 2018 fand die konstituierende Sitzung der jungen Rentenkommission statt. Da die Rentenkommission der Bundesregierung die junge Generation ignoriert und kein Mitglied unter 40 Jahren in ihre Reihen berufen hat, müssen wir jetzt selbst aktiv werden. Ziel der jungen Rentenkommission ist die Erarbeitung eines tragfähigen Rentenkonzeptes, das generationengerecht ist und die kommenden demographischen Lasten fair zwischen den Generationen verteilt. Die junge Rentenkommission setzt sich aus den folgenden jungen Wissenschaftlern, Unternehmern und Vertretern von Politik und Zivilgesellschaft zusammen:

 
  • Prof. Dr. Christian Hagist, Stiftungslehrstuhl für generationenübergreifende Wirtschaftspolitik an der WHU
  • Thomas Köster, Koordinator Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in der Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Maria Lenk, Büroleiterin der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen
  • Vanessa Niemann, Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER
  • Daniel Nientiedt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Walter Eucken Institut
  • Dr. Felix Rösel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifo Institut für Wirtschaftsforschung in Dresden
  • Sarna Röser, Bundesvorsitzende des Verbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER und Vorsitzende der Jungen Rentenkommission
  • Ria Schröder, Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen
  • Stefan Seuffert, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Generationenverträge an der Uni Freiburg
  • PD Dr. Dr. Jörg Tremmel, Institut für Politikwissenschaft an der Uni Tübingen
 

Die Junge Rentenkommission

DIE JUNGEN UNTERNEHMER wollen die Rentenpolitik in Deutschland nicht den Älteren überlassen. Deswegen gründet der Verband die Junge Rentenkommission, der junge Wissenschaftler, junge Unternehmer, junge Politiker und junge Vertreter der Zivilgesellschaft angehören.

Rente

Pensionen - Renten

Die Bevorteilung der Pensionäre gegenüber den Rentnern

Schluss mit der Zweiklassengesellschaft im Alter! Das unterschiedliche Versorgungsniveau von Renten und Pensionen ist enorm. Bund und Länder müssen endlich ausreichend Rücklagen bilden. Wie bei den Renten muss sich auch die Höhe der Pensionen künftig nach dem Durchschnittseinkommen richten. Bei Neueinstellungen in Berufszweigen wie dem Lehrer ist künftig vom Beamtenstatus abzusehen. Nur so bekommen wir die Kosten in den Griff.

 

Rente

Rentenpaket II – Munition für den Wahlkampf der SPD!

Mit dem Rentenpaket I (Mütterrente, Rente 63) hat sich die GroKo bereits üppig an dem gut gefüllten Beitragstopf der gesetzlichen Rentenversicherung bedient. Immerhin werden dafür bis zum Jahr 2030 rund 233 Milliarden Euro extra fällig. In welche Dimensionen das Ganze nun eingebettet ist, zeigen ausgerechnet Zahlen, welche das Bundesarbeits- und Sozialministerium kürzlich vorgelegt hat. Demnach werden die Rentenausgaben insgesamt im Jahr 2045 auf 784 Milliarden Euro ansteigen. Das ist nahezu das Dreifache gegenüber den aktuellen Ausgaben. Von derzeit knapp 80 Milliarden wird der Steuerzuschuss dann 177 Milliarden Euro betragen. Das Schockierende ist, dass das aktuelle Rentenpaket II in dieser Kostenaufstellung noch nicht einmal enthalten ist. Zwar haben sich Union und SPD innerhalb dieses Pakets lediglich auf die Stärkung der Betriebsrente, weitere Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente und die Rentenangleichung Ost / West verständigt. Nahles‘ Vorhaben der Einführung einer Solidarrente, die Rentenversicherungspflicht für Selbständige und die doppelte Haltelinie bei Rentenniveau und Rentenbeitrag dürften der SPD allerdings als Wahlkampfmunition dienen. Getreu dem Motto: „Aufgeschoben, ist nicht aufgehoben!“ Bezahlt soll dies natürlich alles durch den Beitrags- bzw. Steuerzahler, sprich vorwiegend die junge Generation, werden. Die Zeit der Wahlgeschenke und Klientelpolitik findet nach dem Rentenpaket I also seine Fortsetzung. Denn die großen Profiteure jener Vorhaben ist die aktuelle Rentnergeneration bzw. jene „Babyboomer-Generation“, die ab 2030 in die Rente gehen wird und die ohnehin finanziell gut abgesichert sind. Mit der „Babyboomer-Generation“ wird überdies jene Generation begünstigt, die selbst wiederum recht wenig für Nachwuchs gesorgt und damit zur Verschärfung der demografischen Situation in unserem Land mit all ihren Folgen beigetragen hat.

 

Faktencheck

Gesetzliche Rente ist nicht alles!

Vor Kurzem sorgte der WDR für einen Paukenschlag, in dem er verlautbaren ließ, dass die Hälfte der heutigen Beschäftigten ab dem Jahr 2030 von Altersarmut betroffen sein wird. So aufsehenerregend diese Aussage auch war, so verkürzt wurden die Zahlen dargestellt, die hinter der Aussage standen. Unser „Faktencheck Rente“ bringt Licht ins Dunkel und macht deutlich, dass Altersvorsorge mehr als nur die gesetzliche Rente ist.

 

Betriebliche Altersvorsorge

Betriebliche Altersvorsorge steht bei den Unternehmen hoch im Kurs!

Im zweiten Quartal 2016 wurden die Mitglieder des Verbandes zur Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge in ihren Unternehmen befragt. Die Ergebnisse sind positiv zu bewerten und zeigen den Stellenwert, welche die zweite Säule des Rentensystems bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern besitzt. Negativ sind allerdings die noch immer vorhandenen Haftungsrisiken für die Unternehmen bei betrieblicher Altersvorsorge zu bewerten.

 

Rente

Entgegen jeglicher Vernunft!

Als Politik gegen die junge Generation könnte man das umschreiben, was die schwarz-rote Bundesregierung im ersten Viertel ihrer Amtszeit im Bereich der Rente abgeliefert hat. „Rente 63“ und „Mütterrente“ als wesentliche Bestandteile des „Rentenpakets“ sind ein Rückfall in alte Zeiten, als das Geld der Sozialversicherungen mit vollen Händen ausgegeben wurde. Nur sind die Zeiten heute andere. Sie sind maßgeblich geprägt von den demografischen Herausforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft. Die dauerhafte Finanzierung der rentenpolitischen Maßnahmen von Union und SPD obliegt demzufolge auch in erster Linie der schrumpfenden jungen Generation. Sie stellt eine zusätzliche Belastung der Jungen für die Zukunft dar.

 
Rente 63

Die „abschlagsfreie Rente ab 63“ ist in seiner Ausgestaltung der mit Abstand generationenungerechteste Teil des „Rentenpakets“. Denn sie wirkt wie ein Brandbeschleuniger des demografischen Wandels. Bereits ohne die rentenpolitischen Maßnahmen wird die Zahl der Beitragszahler in die gesetzliche Rentenversicherung schrumpfen. Mit der „Rente 63“ wird sich die Anzahl der Beitragszahler noch einmal verknappen, das diese früher in Rente gehen und somit als Einzahler in die Rentenversicherung nicht mehr zur Verfügung stehen. Finanziell schultern müssen dies die übrigen Beitragszahler über höhere Rentenbeiträge.

 
 
Mütterrente

Man kann sicherlich darüber diskutieren, ob die Erhöhung von einen auf zwei Rentenpunkte für Mütter und Väter, die Erziehungszeiten für Kinder vorweisen können, die vor 1992 geboren wurden, gerecht oder ungerecht sind. Fakt ist aber, dass die „Mütterrente“ über Beiträge finanziert nicht zur Nachhaltigkeit bei der Rentenversicherung beiträgt, sondern einzig eine Würdigung der Leistungen der Vergangenheit darstellt. Es wäre in der Tat sinnvoller gewesen, dieses Vorhaben aus dem Steuertopf bei entsprechender Gegenfinanzierung zu bestreiten als den Beitragszahler damit zu belasten.

 
 
Flexi-Rente

Die Flexi-Rente ist der Versuch, die negativen Auswirkungen der „Rente 63“ für den Arbeitsmarkt und den Fachkräftebedarf der Unternehmen zumindest etwas abzumildern. Dafür bedarf es allerdings einer Flexibilität, die in erster Linie auf das längere Arbeiten im Alter abzielt und dafür die entsprechenden Anreize setzt. Die Vorschläge zur Abschaffung der Arbeitgeberbeiträge zur Arbeitslosenversicherung sowie die Individualisierung der Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden dabei genauso unterstützt wie der Abbau arbeitsrechtlicher Hemmnisse bei der Beschäftigung von Rentnern.

 
 
Lebensleistungsrente

Auch bei der Lebensleistungsrente will man vermeintliche Ungerechtigkeiten beseitigen, schafft aber gänzlich neue. Unter dem Motto: Wer gearbeitet hat soll mehr Rente bekommen als jene, die nicht gearbeitet haben und die Grundsicherung im Alter bekommen. Dafür wird die Rente derer, die gearbeitet haben, aufgestockt, wenn sie sich auf einem niedrigen Niveau befindet. Neue Ungerechtigkeiten werden aber geschaffen, weil diejenigen, die in den Genuss der Lebensleistungsrente kommen, jenen gleichgestellt werden, die zwar während ihres Erwerbslebens mehr Rentenentgeltpunkte angesammelt haben, es dennoch nur auf das Niveau der Lebensleistungsrente schaffen. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht!

 

 
 

Bewertung des Koalitionsvertrags

Bereich Rente

Die Rente steht bei Union und SPD ganz im Zeichen der Bekämpfung von vermeintlicher und tatsächlicher Altersarmut sowie der Anerkennung der „Lebensleistung“ eines jeden Einzelnen. Dabei macht man sich erst gar nicht die Mühe, die Wurzel dieser Probleme anzupacken (Bildung, Arbeitsmarkt), sondern man versucht sie mit Geld zuzuschütten. Auf Kosten der Beitrags- und Steuerzahler versteht sich.

 
 
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