Steuerpolitik

Steuerpolitik

Eine gute Steuerpolitik ist eine, die es zulässt, dass bestehende Unternehmen ihre Eigenkapital-Basis weiter ausbauen und dass junge Unternehmen ihre Eigenkapital-Ausstattung stabilisieren können. Aber vor allem Gründungsunternehmen müssen nach einer verlustreichen Anlaufphase an neues Kapital kommen können, ohne dass das Steuerrecht dem entgegensteht. Steuern dürfen niemals Marktzutrittsschranke werden.

 

Steuerpolitik

Am Anfang steht das Eigenkapital

Junge Unternehmer brauchen keine Fördertöpfe, Gründerhilfen und Anfängerprogramme. Sie fordern jedoch Steuern, die sie am Anfang noch atmen lassen!

 
Keine neuen Verschärfungen im Erbschaftsteuerrecht

Das Erbschaftsteuerrecht in der Gestalt gegen Mitte des Jahres 2014 ist erhaltenswert. Nun gilt es, das an sich zielführende Gesetz, gerade in Bezug auf das Vererben betrieblichen Vermögens, zu bewahren und die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts vom 17.12.2014 zielgenau umzusetzen.

 
 
Internationales Steuerrecht zielgenau reformieren

Die internationale Steuervermeidung multinationaler Unternehmen führt bei Familienunternehmern zu Wettbewerbsnachteilen. Die Bestrebungen der Bundesregierung, der EU und der OECD die Gewinnverlagerung und die Aushöhlung der Steuerbasis einzudämmen sind daher begrüßenswert. Dennoch steht zu befürchten, dass die angestrebten Änderungen nicht nur Großkonzerne treffen, sondern insbesondere Familienunternehmer, die nicht dieselben Ressourcen und Expertise aufbringen können. Noch kompliziertere Vorschriften, höhere Dokumentationspflichten und steigende Rechtsunsicherheit müssen vermieden werden.

 
 
Keine Substanzbesteuerung in der Gewerbesteuer

Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Kostenelementen ist eines der größten Ärgernisse des geltenden deutschen Unternehmenssteuerrechts. Eine Reform hier wäre mit einem Steuerausfall-Aufwand von wenigen hundert Millionen Euro machbar.

 
 
Bürokratiemonster Umsatzsteuer grundlegend reformieren

Das jetzige Mehrwertsteuersystem hat sich als betrugsanfällig, hochkompliziert und extrem bürokratisch für inländische und grenzübergreifende Geschäfte erwiesen. Daher ist eine grundlegende Umsatzsteuerreform, welche auf die moderne Wirtschaft zugeschnitten ist und den EU-internen Handel begünstigt, auf europäischer sowie nationaler Ebene dringend notwendig.

 
 
Auslaufen des Solidaritätszuschlags

Jede Bundesregierungskoalition, auch ohne Mehrheit im Bundesrat, könnte mit ihrer Bundestagsmehrheit immerhin den über 20 Jahre alten „Soli“ zur Finanzierung der Wiedervereinigung endlich abschaffen.

 
 
Keine noch stärkere Grundsteuerbelastung

Die Ermittlung der grundsteuerlichen Bemessungsgrundlage ist reformbedürftig und wird gegenwärtig vom Bundesverfassungsgericht auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüft. Grundsteuer ist eine Substanzsteuer, die grundsätzlich abzuschaffen ist. Die Reform darf auch deshalb nicht zu einer noch stärkeren Belastung führen.

 
 

Stellungnahme

Zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften

Wenn die erste Gründungsphase mit anlaufenden Verlusten abgeschlossen ist, müssen Nach-Investoren gewonnen werden. Diese aber werden nur dann investieren, wenn sie die Verluste steuerlich mit übernehmen können. Das ging bisher gerade für Start-Ups mit hohen Aufwendungen für Forschung, Entwicklung und Investitionen nicht. Deshalb begrüßen DIE JUNGEN UNTERNEHMER ausdrücklich die Einführung des § 8d KStG.

 

Stellungnahme

Zum Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Investmentbesteuerung (Investmentsteuerreformgesetz - InvStRefG)

Seit Sommer 2015 wird über die Investmentsteuerreform diskutiert. Durch einige der im ersten Entwurf enthaltenen Änderungen hätten Familienunternehmer und junge Unternehmer erhebliche Belastungen fürchten müssen. Mit dem am 24. Februar 2016 veröffentlichten Referentenentwurf wurden diese Bedenken aufgegriffen und grundsätzlich erfolgreich gelöst. Dies zeigt, dass dem Gesetzgeber bewusst ist, welchen Beitrag Familienunternehmen zur deutschen Wirtschaft leisten.

 

07.06.2018

DIE JUNGEN UNTERNEHMER zur Erhöhung der Parteienfinanzierung

Sarna Röser: Bundesrechnungshof soll prüfen, ob Steuern verschwendet werden

Union und SPD wollen die staatlichen Zuschüsse für die Parteien kräftig anheben. Der Gesetzentwurf sieht eine Erhöhung von bis zu 25 Millionen Euro vor und soll im Hau-Ruck-Verfahren durch Ausschuss und Bundestag geprügelt werden. Gestiegene IT- und Kommunikationskosten machten die zusätzlichen Mittel erforderlich, lautet es aus der SPD. „Union und SPD verspielen die Glaubwürdigkeit der Parteien in Deutschland. Die saftige Erhöhung des eigenen Budgets auf Kosten der Steuerzahler ist nicht vermittelbar. Ein Unternehmer bekommt in Deutschland auch keine staatlichen Extra-Zuschüsse, wenn er zusätzliche Ausgaben hat oder wenn seine Kunden sein Produkt abwählen“, kritisiert Sarna Röser, Bundesvorsitzende des Verbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER.

Thema der Woche

Ein erster Schritt

 

Einer Studie des Ifo-Instituts zufolge wünscht sich ein Großteil der befragten 1250 deutschen Unternehmen einen deutlichen Bürokratieabbau. Dieses immense Hindernis, gerade für junge Unternehmen, scheint zumindest im Bundesrat auf Gehör gestoßen zu sein. Dort hat man über Verbesserungen bei Sanierungsgewinnen, geringwertigen Wirtschaftsgütern und der Verlustnutzung diskutiert. Allesamt Detailregelungen – sie könnten aber ein erster Impuls sein! Der Bund sollte diesen aufnehmen und mutiger den Bürokratieabbau vorantreiben, denn davon profitiert langfristig der gesamte Steuerstandort Deutschland.

 

 

Einige von uns

Dirk Brenschede

H.-Hugo Brenschede GmbH, Hamm

„Junge Unternehmer brauchen, um ihre Innovationsfähigkeit voll ausspielen zu können, ein Steuersystem, bei dem noch etwas übrig bleibt, um überhaupt erst einmal Eigenkapital bilden zu können. Die meisten Jungunternehmer reinvestieren doch ohnehin fast sämtliche Gewinne.“
 

Positionspapier

Reform des Länderfinanzausgleichs

DIE FAMILIENUNTERNEHMER fordern in ihrem neuen Positionspapier eine eindeutige Zuordnung der Einnahmen- und Ausgabenkompetenzen zwischen Bund und Ländern sowie eine Insolvenzordnung für überschuldete Bundesländer.

 

In den Medien

The Huffington Post

Absurde Erbschaftsteuer: Wenn der Tod zum Überlebensrisiko wird!

Der Stellvertretender Bundesvorsitzender David Zülow zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer.

 

Position
Die Familien-
unternehmer

 
Partner
Logo Deutsche BankLogo KPMG