Sozialpolitik

Sozialpolitik

Die Sozialversicherungen sollen die Menschen in besonderen Lebenslagen, im Alter, bei Krankheit oder dem Verlust der Arbeit unterstützen und ihnen Halt bieten. In vielen Fällen stoßen die sozialen Sicherungssysteme dabei heute bereits an ihre Grenzen, vor allem finanziell. Hauptursache dafür ist die zunehmende Veränderung der Gesellschaft hinsichtlich ihrer Bevölkerungs- und Altersstruktur. Die Politik hat hierfür bisher nur unzureichende Antworten auf diese demografischen Herausforderungen geben können. Ein generationengerechter Ansatz lässt immer noch auf sich warten.

 

Sozialpolitik

Sozialversicherungen demografiefest machen

Immer weniger Einzahler – immer mehr Leistungsempfänger! Das ist das Szenario, auf das wir uns in Zukunft einstellen müssen. Für ein umlagefinanziertes soziales Netz ist diese Aussicht nicht gerade rosig. Um die Beiträge einigermaßen stabil halten zu können und die Leistungen nicht zu stark reduzieren zu müssen hilft nur, die demografischen Lasten gleichmäßig auf die junge und alte Generation zu verteilen und mehr für die Generationengerechtigkeit zu tun. Zudem wird die private Vorsorge immer wichtiger. Auch wenn dies vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrig-Zinspolitik der Europäischen Zentralbank nicht einfach ist. Was wir aber in einer solchen Phase garantiert nicht brauchen, sind teure Wahlgeschenke, welche eine Generation über Gebühr belasten. Nämlich die junge. DIE JUNGEN UNTERNEHMER fordern daher mehr Generationengerechtigkeit bei der Politik von Union und SPD ein sowie eine konsequente Fortsetzung der vergangenen Reformen, welche die sozialen Sicherungssysteme demografiefester machen.

 
Rente
Kostentreiber „Rente“

Mit rund 780 Milliarden Euro wird der Staat im Jahr 2045 fast das Dreifache von dem aufwenden müssen, was er heute für die Altersvorsorge der Bevölkerung ausgeben muss. Im neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD kommen weitere Ausgaben für die „Mütterrente II“, die „Grundrente“ und das Einfrieren des Rentenniveaus hinzu. Die Rente wird so zu einem immer größeren Kostentreiber für die junge Generation, die selbst immer weniger wird. Die geplante Kommission, die den Weg für die Rentenpolitik nach 2025 vorgeben soll, muss dringend eine Kehrtwende herbeiführen. Die Lasten, die sich aus der demografischen Entwicklung ergeben, müssen wieder fair auf die Generationen verteilt werden.

 
 
Gesundheit und Pflege
Dringend nach vorne schauen

Die Finanzierung des Gesundheits- und Pflegesystems ist nicht auf kommende Herausforderungen ausgerichtet. Ein größtenteils staatlich gelenktes Gesundheitssystem lässt auch nach einer unzureichenden Gesundheitsreform keinen Wettbewerb zwischen Anbietern oder Krankenkassen zu. Preise sind weitegehend ausgeschaltet und ein Kostenbewusstsein bei den Bürgern nahezu nicht vorhanden. Die falsche Entscheidung, die Pflegeversicherung umlagebasiert über das Einkommen zu finanzieren, muss jetzt korrigiert werden. Den Schrecken der Demographie kann nur mit der Bildung von Rücklagen begegnet werden.

Die junge Generation wird unweigerlich große Lasten schultern. Wir sind bereit, unseren Teil des Generationenvertrages zu erfüllen. Wir sind nicht bereit, in Sicherungsysteme einzuzahlen, die nicht zukunftsfest sind. Solidarität muss am Individuum ansetzen. Jeder Bedürftige muss Zugang zu staatlicher Hilfe haben. Schuldenfinanzierte Abflüsse aus dem Haushalt in die Sozialsysteme zementieren falsche Strukturen.

Längere Lebenszeit und technischer Fortschritt sind Geschenke, die wir gestalten können. Eigenverantwortung, Prävention und ein System mit echten Wahlmöglichkeiten müssen das Ziel sein.

 

 
Arbeitslosenversicherung
Beiträge sachgerecht einsetzen, Finanzierungsperspektiven vom Lohn abkoppeln

Wie andere Sozialversicherungen auch, steht die Arbeitslosenversicherung aktuell vor der Herausforderung, ihre finanzielle Basis zu sichern. Mit mehreren Milliarden Euro musste der Bund in den letzten Jahren die Arbeitslosenversicherung finanziell unterstützen, weil die Beiträge allein nicht mehr ausreichten. Im Zuge des demografischen Wandels wird die Anzahl der Beitragszahler in die Arbeitslosenversicherung immer überschaubarer und deren Finanzierung nach jetzigem System immer schwieriger.

Hinzu kommen hausgemachte Probleme, wie versicherungsfremde Aufgaben, die die Arbeitslosenversicherung finanzieren und schultern muss. Die Abschaffung dieser Aufgaben, die Vergrößerung der Anzahl der Einzahler durch eine geeignete Arbeitsmarktpolitik sowie perspektivisch die Abkopplung der Arbeitslosenversicherung vom Einkommen, können Lösungsmöglichkeiten bieten.


 
 
Gesetzliche Unfallversicherung
Weg vom Monopol, hin zu mehr Freiheit

Nach wie vor sind die Regelungen innerhalb der gesetzlichen Unfallversicherung und vor dem Hintergrund des bestehenden Monopols der Berufsgenossenschaften für die Unternehmer ein großes Ärgernis. Der fehlende Wettbewerb und die Abschottung des Marktes gegenüber privaten Versicherungsträgern begünstigt auch weiterhin ein System aus Ineffizienz, der Wahrnehmung systemfremder Aufgaben und einem hohen Grad an Selbstverwaltung der Berufsgenossenschaften.

 
 
18.10.2018

DIE JUNGEN UNTERNEHMER diskutieren auf Politik-Gipfel

Sarna Röser: Bundesregierung muss Jahr der Wirtschaft jetzt starten

Auf dem morgigen Politik-Gipfel des Wirtschaftsverbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER diskutieren junge Firmenchefs und Unternehmensnachfolger mit gleich zwei Bundesministern über Digitalisierung, Arbeitsmarkt und Familie. Rede und Antwort stehen: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Familienministerin Dr. Franziska Giffey.

Thema der Woche

Kostenfreie Kitas für alle Familien

 

Die Bertelsmann-Stiftung hat die Kitakosten in Deutschland verglichen. Sie kommen zum Schluss, die Beitragsfreiheit für armutsgefährdete Familien einzuführen. Das ist nicht ausreichend und springt zu kurz. Wir brauchen deutschlandweit kostenfreie Kitas! Für armutsgefährdete Familien genauso wie für alle anderen. In unserem Positionspapier haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wie das zu finanzieren wäre. 

 

 

Position
Die Familien-
unternehmer

 
Partner
Logo Deutsche BankLogo KPMG